© Göhner & Fuchs, 2007

 

 

      

 Herzlich Willkommen auf der MoVo-Homepage!

 

Was bedeutet MoVo?

 

Das MoVo-Konzept (Motivations-Volitions-Konzept) geht von der Erkenntnis aus, dass es vielen Menschen schwer fällt, das, was sie sich vorgenommen haben, auch in die Tat umzusetzen. Auch dann, wenn Menschen hoch motiviert sind, gelingt es ihnen oft nicht, die entsprechenden Handlungen folgen zu lassen. Diese Personen müssen nicht noch mehr motiviert werden, sondern sie benötigen konkrete Unterstützung bei der volitionalen Umsetzung ihrer Absichten. Unter dem Begriff Volition werden jene Prozesse der Selbstregulation und Selbstkontrolle verstanden, die es den Menschen ermöglichen, auch dann ihre Absichten in die Tat umzusetzen, wenn innere oder äußere Hindernisse auftreten (Göhner & Fuchs, 2007; Fuchs, 2005; 2006).

 

 

Wer steht hinter MoVo?

 

Das MoVo-Konzept wurde von Prof. Dr. Reinhard Fuchs entwickelt, der seit 2002 den Lehrstuhl für Sportpsychologie an der Universität Freiburg innehat. Gemeinsam mit Prof. Dr. Wiebke Göhner (Professorin für Gesundheitspsychologie, Kath. Hochschule Freiburg) und Dr. Caroline Mahler (Forschungsreferentin, Universität Tübingen) wurden die beiden Interventionsprogramme MoVo-LISA und MoVo-LIFE entwickelt. Beide Programme haben das Ziel, Personen, die zu einer Lebensstiländerung im gesundheitlichen Bereich motiviert sind, bei der Umsetzung ihrer Absichten zu unterstützen.

 

 

Welche MoVo- Programme gibt es?

 

Bei MoVo-LISA geht es um den Aufbau eines körperlich-aktiven Lebensstils – das Kürzel „LISA steht für „Lebensstil-integrierte sportliche Aktivität“. Dieses Programm richtet sich an erwachsene Personen, die aus gesundheitlichen Gründen mehr Bewegung in ihren Alltag bringen möchten. In drei Einheiten (zwischen 60 und 90 Minuten verteilt über ca. acht Tage) wird auf der Ebene einer Kleingruppe mit sechs Teilnehmern eine Kurzintervention realisiert. Durchgeführt werden kann MoVo-LISA in ambulanten bzw. teilstationären Einrichtungen, Gesundheitsprogrammen, Volkshochschulen oder Schulen sowie weiteren Einrichtungen, in denen Programme zur Änderung des Sport- und Bewegungsverhaltens angeboten werden sollen (z.B. Familienbildungsstätte).

 

 

Bei MoVo-LIFE geht es zusätzlich zum Aufbau eines körperlich-aktiven Lebensstils um den Aufbau einer gesunden Ernährungsweise. Mit dem Namen „LIFE“ wird auf diese umfassendere Lebensstiländerung hingewiesen. MoVo-LIFE richtet sich an erwachsene Personen, die ihren Lebensstil in Richtung einer gesunden Ernährung und ausreichenden körperlichen Aktivität ändern wollen, wie z.B. Personen mit Übergewicht, mit Diabetes, oder mit einem erhöhten Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. MoVo-LIFE ist für eine Gruppe mit bis zu 16 Teilnehmern konzipiert und erstreckt sich mit sieben Einheiten zu je 90 Minuten über einen Zeitraum von 8 bis 10 Wochen. MoVo-LIFE wurde im Rahmen des Interventionsprogramms M.O.B.I.L.I.S. entwickelt (Leitung: Prof. Dr. Aloys Berg, Freiburg), nähere Informationen zu diesem bundesweit angebotenen Programm finden Sie hier. Ebenso wie MoVo-LISA kann das Programm MoVo-LIFE in unterschiedlichsten Einrichtungen durchgeführt werden, die Programme zur Änderung des Sport- und Bewegungsverhaltens anbieten möchten. 

 

 

In welcher Form liegen die MoVo-Programme vor?

 

 

Beide Programme liegen in detailliert ausgearbeiteten Curricula vor, in denen die Inhalte und die Didaktik der jeweiligen Sitzungen „gebrauchsfertig“ aufbereitet werden.

 

Wie kann ich ein MoVo-Programm durchführen?

 

 

Wenn Sie Interesse daran haben, das MoVo-LISA Programm in Ihrer Einrichtung anzubieten, vermitteln wir Ihnen in einer 1-tägigen Schulung die organisatorischen, didaktischen und inhaltlichen Kompetenzen, die Sie zur Durchführung befähigen. Voraussetzung für die Teilnahme an einer Schulung sind Erfahrung in der Durchführung von Gruppenprogrammen sowie die grundsätzliche Akzeptanz des hier vertretenen Interventionsansatzes (Selbstmanagement-Ansatz). In der Schulung werden die theoretischen Hintergründe des MoVo-Konzepts vorgestellt und mit den neuesten Entwicklungen der Forschung angereichert. Die praktische Einarbeitung in die detaillierten Curricula geschieht im Rollenspiel und anhand von Beispielsitzungen (live und per Video). Die zentralen Knotenpunkte der Intervention werden herausgearbeitet und in realitätsnahen Situationen eingeübt.

 

 

 

Infos zu MoVo-Schulungen

 

MoVo-LIFE

Eine Schulung für das Programm MoVo-LIFE wird jährlich im November / Dezember im Rahmen des Interventionsprogramms M.O.B.I.L.I.S. angeboten. Weitere Informationen finden Sie hier. Die Anmeldung erfolgt über die Geschäftsstelle von M.O.B.I.L.I.S.

 

MoVo-LISA

Die Schulungen für das Programm MoVo-LISA  werden über den Verein Zentrum Patientenschulung in Würzburg durchgeführt. Sie erhalten beim Verein Zentrum Patientenschulung weitere Informationen zur Organisation und Anmeldung. Die Leitung der Schulung liegt bei Prof. Dr. Wiebke Göhner (Physiotherapeutin, Dipl.-Psychologin). Zur Teilnahme ist das Trainermanual erforderlich, welches in folgender Publikation erschienen ist:

Göhner, W. & Fuchs. R, (2007). Änderung des Gesundheitsverhaltens. Göttingen: Hogrefe-Verlag.  

 

 

Literatur

 

Trainermanual MoVo-LISA und MoVo-LIFE

Göhner, W. & Fuchs. R, (2007). Änderung des Gesundheitsverhaltens. Göttingen: Hogrefe-Verlag.  

 

Evaluationsstudien MoVo-LISA

Göhner, W., Seelig, H. & Fuchs, R. (2009). Intervention effects on cognitive antecedents of physical exercise: A 1-year follow-up study. Applied Psychology: Health and Well-Being, 1, 233-256.

Fuchs, R., Göhner, W., Seelig, H., Fleitz, A., Mahler, C. & Schittich, I. (2010). Lebenstil-Integrierte sportliche Aktivität: Ergebnisse der MoVo-LISA Interventionsstudie. Bewegungstherapie und Gesundheitssport, 26, 1-7.

Fuchs, R., Göhner, W., & Seelig, H. (2011). Long-term effects of a psychological group intervention on physical exercise and health: The MoVo-Concept. Journal of Physical Activity and Health, 8, 794-803.

Fuchs, R. , Seelig, H. Göhner, W. Burton, N. W. & Brown, W. (2012). Cognitive mediation of intervention effects on physical exercise: Causal models for the adoption and maintenance stage. Psychology & Health, 27, 1480-1499.

 

Evaluationsstudien M.O.B.I.L.I.S. (MoVo-LIFE)

Berg, A. Frey, I., Hamm, M., Fuchs, R., Göhner, W., Lagerström, D., Predel, H.-G., Berg, A. (2008). M.O.B.I.L.I.S.-Programm. Adipositas, 2, 90-95.

Berg, A., Frey, I., Hamm, M., Lagerström, D., Haas, U., Fuchs, R., Göhner, W., Predel, H-G. & Berg, A. (2010). Patientenschulung im Bereich Adipositas: Das bewegungsorientierte M.O.B.I.L.I.S.-Konzept. B&G Bewegungstherapie und Gesundheitssport, 26, 58-64. 

Göhner, W., Schlatterer, M., Seelig, H., Frey, I., Berg, A., & Fuchs, R. (2012). Two-year follow-up of an interdisciplinary cognitive-behavioral intervention program for obese adults. The Journal of Psychology, 14, 371-391.

 

Allgemeine Informationen

Fuchs, R. (2005). Körperliche Aktivität. In R.Schwarzer (Ed.), Enzyklopädie der Psychologie, Band: Gesundheitspsychologie (pp. 447-465). Göttingen: Hogrefe.

Fuchs, R. (2006). Motivation und Volition im Freizeit- und Gesundheitssport. In M. Tietjens, B. Strauß (Eds.), Handbuch Sportpsychologie (pp. 270-278). Schorndorf: Hofmann.

Fuchs, R., Göhner, W. & Seelig, H. (Hrsg.) (2007). Aufbau eines körperlich-aktiven Lebensstils. Göttingen: Hogrefe.

 

Kontakt

 

Für weitere Informationen und bei Fragen wenden Sie sich bitte per Email an Frau Prof. Dr. Wiebke Göhner.

 

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